Liebstock

Herkunft

Liebstöckel (Levisticum officinale), auch "Maggikraut" oder "Luststock" genannt, stammt aus Südeuropa und Kleinasien. Ihre Blätter wurden im Mittelalter angeblich zum Schutz vor bösen Geistern und als Glücksbringer verwendet.

Allgemeine Informationen

Diese krautige Pflanze hat einen würzigen Geschmack, der noch intensiver als der von Sellerie ist, außerdem ist es eine mehrjährige Pflanze. Sie ist eine dekorative Pflanze und kann bis zu 3 Meter hoch werden, weshalb sie einen echten Zierwert für den Garten haben kann. Der Liebstöckel wird hauptsächlich für seine Blätter und Samen angebaut und hat einen sehr starken Geruch nach Sellerie. Das liegt daran, dass sie den aromatischen Stoff namens Cumarin enthält, der beim Kochen und in der Parfümerie sehr beliebt ist.

Winterhart ja
Wasserbedarf mittel
Lichtbedarf Halbschatten
Zyklus mehrjährig


Aussaat & Anpflanzung

Liebstöckel braucht einen halb schattigen Ort und eine Mischung aus Blumenerde und Sand. Der Untergrund muss tief sei und gut entwässert. Es kann durch Aussaat oder durch Wurzelteilung im Frühjahr oder Herbst vermehrt werden.

Aussaat: Sie können Liebstöckel von April bis Juni an ihrem endgültigen Ort oder am Ende des Sommers in einer Baumschule (Mindesttemperatur 15°C) säen.
  • Alle 40-50 cm 1 cm tiefe Löcher in Furchen im Abstand von 60 cm machen.
  • 4-5 Samen hineinlegen, abdecken und gießen. Das Saatgut wird innerhalb von 3-4 Wochen keimen und die kräftigsten hinterlassen.
Bei der Aussaat in einer Baumschule müssen die Sämlinge im Abstand von 20 cm verdünnt und dann im Frühling an ihren endgültigen Standort umgepflanzt werden. Sie sollten eine größe von etwa 15cm haben.

Wurzelteilung: Es wird empfohlen, dies alle 3 Jahre zu tun. Die Aussaat kann entweder direkt in den Boden (im Frühjahr oder zu Beginn des Sommers) oder in einer Baumschule (Ende des Sommers) erfolgen.
  • Trennen Sie den Mutterklumpen in kleinere Klumpen.
  • Pflanzen Sie sie alle 50 x 60cm und gießen Sie mit genug Wasser.


Standort / Licht

Sie passt sich an fast alle Bedingungen an und wächst sowohl bei Sonne und Schatten, aber am besten bei Halbschatten. Diese aromatische pflanze sollte in einen sehr tiefen, frischen und gut durchlässigen Boden gepflanzt werden, welcher reich an Humus und feucht ist. Jedoch sollte der Boden keine Staunässe haben und der Standort sollte Windgeschützt sein. Aufgrund der benötigten Tiefe des Bodens ist der Anbau im freien zu bevorzugen.


Pflege

Dieses Kraut ist sehr pflegeleicht und sollte nur bei trockenem Wetter gegossen werden. Wenn man die Samen nicht ernten möchte, sollten die Blüten entfernt werden, um die Blattbildung zu fördern.


Ernte

Die Ernte der Blätter kann ein Jahr nach der Aussaat beginnen und während der gesamten Vegetationsperiode bis zur Blüte erfolgen. Man kann die Blätter trocknen, wobei gerade die grünsten sich sehr gut konservieren lassen. Sogar die Stiele können geerntet und da sie hohl sind als Strohhalme verwendet werden. Die Samen hingegen bilden sich erst zum Herbst und können somit erst dann geerntet werden. Nach 3 Jahren kann die Wurzel der Pflanze geerntet werden. Wenn man sie trocknet und zerkleinert kann sie als Ersatz für Pfeffer verwendet werden.


Winter

Diese kulinarische und dekorative Pflanze ist sehr zäh. Also brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Obwohl das Laub im Herbst stirbt, wird die Pflanze im Sommer erneuert.